Wir berichteten bereits über Taspo, die RFID-Chip ID Karte, die es allen Rauchern über 20 Jahren erlaubt, Zigaretten dirket an einem der 420.000 Maschinen im Land zu erstehen. Doch zum größtenteil war die Kampagne ein Desaster für Automatenbestizer und ein Boom dür die der Convenience Stores (in denen man die Karte nicht benötigt). So entstand eine Bürde für all die Raucher, die sich nicht bei Big Brother regestrieren wollten.
Taspo begann damit um seine Kampagen mit Formularen direkt am Zigarettenautomat zu werben. Die Anmeldeformulare benötigten eine Kopie des Personalausweises, ein ausgefülltes Formular und ein speziell formgerechtes Passfoto. Als dies nicht funktionierte, startete Taspo Kampagenen in Bahnhöfen (wie hier), um Menschen dazu zu bewegen, sich zu regestrieren ohne Geld für ein Foto auszugeben.
Das hat leider auch nicht wirklich funktioniert, auch nicht nachdem ein Taspo Service Center in Yoyogi eröffnet wurde, indem die ID Karten innerhalb 30 Minuten ausgestellt werden können.

Bei etwa 27 Millionen Rauchern in Japan haben sich nur 33,7% für die Karte regestriert, wenig, wenn man bedenkt, dass der Rest keinerlei Chance mehr hat Automaten zu nutzen. Dafür sprang der Umsatz in Convenience Store wahrlich in die Höhe, dank des “Taspo Booms” inmittern der Rezession.
Nach rein anekdotischen Anhaltspunkten und aus persönlicher Erfahrung, würde sogar der stärkste Raucher sich nur ungern für die Karte regestrieren. Für die meisten ist es kein Thema der Privatsphäre, eher eines des Stolzes: Sie wollen keine offizielle “Raucherlizenz”, zusammen mit einem Foto, um etwas zu kaufen das sie mögen. Nur um einen Minderheit (die Teenager) zu schützen, muss der Rest der Bevölkerung sich der Bürde Taspos unterwerfen.

Falls sich die Tabakhersteller wirklich für den Verkauf ihrer Waren interessieren, und ihre Kunden nicht etwas aussetzen, dass komplette Anordung bedeutet, würden sie Automaten mit Gesichtserkennung einsetzen, anstatt die Konsumenten eine Akte der Verwaltung werden zu lassen. Natürlich arbeitet die Gesichtserkennung nicht immer korrekt, aber es handelt sich dabei um einen nichtinvasiven Weg ein Problem zu lösen, das eigentlich kein großer Deal für die Unternehmen ist.
Während dessen sollen sich Convenience Stores hüten: Erhöhte Umsätze im Tabaksektor heißen wahrscheinlich auch erhöhte Gefahr bald auf dem Kiker zu sein. Zu erwarten sind Taspo Reader, die in die Kasse intergriert sind.



Vielen Dank für den interessanten Artikel, aber: reg_i_striert…