Technologie für japanische Gräber – Erfindungsreichtum aus Platzmangel

Nun, da das Bon Festival sich dem Ende neigt, kommen millionen von Japanern zurück in die Großstädte. Zuvor besuchten sie nicht nur aus Gründen wie Entspannung oder der jährliche Elternbesuch auf dem Lande sondern auch um die Gräber von Verwandten zu besuchen.

japanese grave burial plot

Vor einiger Zeit haben wir schon über die japanischen Grabsteine berichtet, die QR Codes enthalten, aber jetzt kommt was Neues und auch Nützliches, nachdem sich nicht jeder eine Grabstädte in der Stadt leisten kann, die oftmals ab 13.000 Euro aufwärts kosten.

Um dieses Problem zu lösen bietet neuerdings Nichiryoku eine interaktive Grabstäte an, die Tradition und Technologie verbindet. Die Urnen werden in unterirdischen Boxen aufgewart, die je nach Bedarfs zur Verfügung stehen, mit Hilfe eines Aufzugssystems. Wer die Urne seiner Vorfahren sehen möchte, plaziert einfach die zur Grabstätte passende RFID-Karte auf eine Lesestelle und schon stehen automatische die Überreste auf der Gebetsplatform.

japanese high tech rfid graves 2

Um einen groben Eindruck der Story zu bekommen, sollte man sich die Videos anschauen. Leider liegt keine übersetzte Version vor. Das Video mit der alten Dame ist aber leicht zu erklären. Sie spricht zu ihrem verstorbenen Mann, dieser ist ganz überrascht, dass sie kommt. Sie erwidert, dass es kein Problem sein, da sich ja die Grabstätte so nah am Bahnhof befindet.

Video 1
Video 2

Laut Angaben von Nichoryoku, spielt die Konstruktion von Gebäuden eine große Rolle für das Leben danach. Man kann detailierte Pläne und Fotos von konkreten Stahlkonstruktionen der Bunker der Verstorbenen sehen. Vielleicht etwas ironisch, da die lebenden Verwandten in ihren wakeligen Häusern auf das nächste Erdbeben warten.

japanese high tech rfid graves 1

Mit Japans älternder Gesellschaft werden Begräbnisse täglich mehr, und der mangelnde Platz fordert neue Ideen. Es mag depremierend sein, aber der Tod ist ein boomendes Geschäft in Japan. Nun ja, aber bisher gibt es dieses Konzept nur in Japan, vielleicht funktioniert es auch nur hier? Wer weiß.

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